Zigaretten-Bilder sind tödlich!

Von den Nebenwirkungen der Horror-Fotos auf Kinder und Raucher

Ein provokante Betrachtung von
Rega Kerner - "Autorin auf der weiblichen Seite des männlichsten Berufs"

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Zigaretten-Bilder sind tödlich!

Rauchen. Die Frage, an der die Nation sich spaltet.

Ein erbitterter Kampf tobt im Land, die Fronten sind verhärtet. Es geht um Gesundheitsgefährdung, Nichtraucherschutz, Rücksicht und Rücksichtslosigkeit, Risiken und Nebenwirkungen, Kosten der Krankenkassen, Steuern, freie Selbstbestimmung und vieles mehr.

Doch darum soll es hier nicht gehen. Die Fakten sind bis zum Überdruss bekannt, jeder kann seine Schlüsse daraus ziehen. Wonach zu meiner Verwunderung niemand fragt, sind die unbewussten Nebenwirkungen der Anti-Raucher-Kampagnen.
Heiligt der Zweck wirklich alle Mittel?

Bereits in den siebziger Jahren gab es umfassende Versuche, Raucher mit Filmen von Raucherlungen, vergammelten Gliedmaßen und sonstigen Folgen zu bekehren. Was tut ein Raucher, der nach diesen schrecklichen Bildern schwer unter Stress das Kino verlässt, direkt vor der Tür? Genau: "Puh. Erstmal eine anstecken." Schon ist er erleichtert und es geht ihm wieder besser. Diese Abschreckungstaktiken wurden damals als kontraproduktiv eingestuft und überwiegend eingestellt. Auch die moderne Psychologie und jeder Erziehungsratgeber weiß, Abschreckung führt eher zu Trotz und Gegenwehr, als zum Ziel. Doch heute sind diese Erkenntnisse lang vergessen und es wird wieder fröhlich abgeschreckt.

1.) Kinderschutz und Kinderängste

Für Fernsehsendungen und andere Medien gibt es Altersbeschränkungen und Empfehlungen. Doch niemand schützt unsere Kinder vor den Horrorbildern auf Tabakprodukten, wenn sie im Kiosk ihre Süßigkeiten kaufen oder mit Mama an der Kasse im Supermarkt stehen.
Haben Sie schon einmal versucht, mit einem 3-5 jährigen Kind in der "magischen Phase", also noch ohne rationale Vorstellung von Ursache und Wirkung, über Kindersärge und vergammelte Füße zu sprechen? Diese Erklärungsnot mit den entsprechend vorprogrammierten Alpträumen beobachte ich nun häufig in den Einkaufsläden. Ganz zu schweigen von den Kindern, die ihre Eltern gar nicht um Erklärung fragen können oder dürfen, die den Bildern also hilflos ausgeliefert sind. Und jene, deren Eltern rauchen. Bei letzteren gehörte die Frage "Mama, wann stirbst du?", inklusive aller Ängste was dann aus ihnen wird, inzwischen zum Alltag.
Denn nach Kinderlogik werden die gezeigten Szenarien natürlich alle bald eintreten. Kleinere Kinder relativieren dies nicht als Möglichkeit, Film und Foto sind für sie definitive Erklärung der Realität.
Eine unverhältnismäßige Erschütterung des Urvertrauens: Denn es gibt durchaus RaucherInnen, die lange genug überleben, bis ihr Kind erwachsen ist.

Als die beklemmende Bilderflut in den Läden begann, dachte ich, da wird der Kinderschutzbund sicherlich sein Veto einlegen? Aber das Gegenteil scheint der Fall. Sind auf diesem Auge denn wirklich alle blind?

2.) Krankheitsvorbeugung oder Erzeugung?

Die Wirkung der Psyche auf den Körper ist lange keine "Esoterik" mehr, sondern wissenschaftlich erforscht und bewiesen - im Positiven wie im Negativen. Autosuggestion kann körperliche Krankheiten auslösen sowie bekämpfen.
In Filmen wurden Einzelbilder, die Werbebotschaften direkt im Unterbewusstsein verankern, verboten. Vergleichbare Wirkung haben die Krankheitsdarstellungen, die der Raucher ständig versucht zu ignorieren, im Augenwinkel aber täglich viele Male wahrnimmt. Mag sein, dass tatsächlich vereinzelt Menschen durch die Bilder das Rauchen aufgeben oder gar nicht erst anfangen. Viel größer wird allerdings die Anzahl jener sein, die weiter rauchen mit der ständigen Botschaft: Du wirst krank, du wirst krank, du wirst krank.... und infolgedessen erkranken tatsächlich mehr Menschen an den Folgen des Rauchen. Nebenbei, dadurch ist eine Entlastung der Krankenkassen also vermutlich auch Unsinn.

Außer natürlich, das Ziel der Bilder wäre, alle Raucher durch vorzeitigen, selbst suggerierten Tod möglichst schnell los zu werden. Das könnte klappen.

3.) Gleiches Recht für alle Hersteller

Tabak ist nicht das einzige krankheitserregende Genussmittel. Ein paar Beispiele:
Der Verzehr von rohen Fleischprodukten, wie z.B. häufig in Wurst, ist nachweislich darmkrebsauslösend: Diese stehen bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in derselben Gefahrenklasse wie Nikotin und Asbest gelistet. Zudem zerstört die Massentierhaltung unsere Umwelt und die Tiere leiden unendliche Qualen. Diese Gefährdung ist also weniger "privat" als das Rauchen! Warum dürfen auf den Verpackungen immer noch fröhliche Schweinchen und glückliche Kühe abgebildet werden? Hier fehlt nicht nur die realistische Abschreckung, es wird sogar gelogen was das Zeug hält. Gehören da nicht sterbende Darmkrebsopfer, Tumore in unseren Eingeweiden, in ihrer eigenen Scheiße verendete Tiere und Katastrophenbilder vom Klimawandel drauf?

Die Folgen von Industriezucker sind hinlänglich bekannt, wie die des Rauchens. Und er ist als Nahrungsmittel ebenso komplett überflüssig. Also: Verbietet die lustigen Kindergesichter und bunten Werbeillustrationen auf allen Süßigkeiten, an deren Stelle gehören Fotos von extremer Fettleibigkeit, Mangelerscheinungen und jede Menge Mundhöhlen mit fiesen, braunen Karies-Details. Das Gleiche gilt für alle heimlich zuckerhaltigen Produkte – was im Supermarkt den überwiegenden Teil der Verpackungen beträfe.
Nimmt man die nachgewiesenen Folgen von diversen Konservierungs- Farb- und Süßstoffen noch hinzu, bleibt wohl gerade mal die Gemüseabteilung verschont. Obwohl - sollten wir da nicht noch ein paar detaillierte Illustrationen von Krebsopfern durch Insektizide, Pflanzenschutz- und Düngemittel, wie Glyphosat & Co, anbringen?

Vom Alkohol will ich gar nicht reden, da wird die Europäische Union vermutlich bald selbst auf die Idee kommen, uns mit weiteren erkrankten, ekligen Körperdetails und Todesdrohungen zu beglücken.

Spinnen wir den Faden weiter - wie steht es z.B. mit Toten und Verletzten im Straßenverkehr? Sollten diese Verstümmelungen nicht auf allen Führerscheinen und Schildern an jeder Straße, oder noch besser, gleich auf allen Autos dargestellt werden? Selbst auf den langen Listen von grausamsten Nebenwirkungen der Medikamente herrscht eklatanter Mangel an bildreichen Illustrationen.

4.) Schlussfolgerung:

Unsere Kinder sind derzeit Testobjekte, wie sich ständige Gewöhnung an Darstellungen von Tod und Krankheit auf die Psyche und eine künftige Gesellschaft auswirkt.
Die gesetzgebende Instanz nimmt billigend in Kauf, dass Bürgern, die sich in zivilem Ungehorsam nicht an aktuelle Gesundheitstrends halten, unterschwellig ständig Krankheit suggeriert und diese damit mindestens beschleunigt wird.
Die Kennzeichnungpflicht von Produkten wird mit äußerst ungleichen Maßstäben willkürlich auferlegt. Wenn gleiches Recht für alle gelten soll, müsste dies angeglichen werden.

Aber: Wollen wir wirklich so eine Welt?

Ich nicht.
Umfassende Aufklärung, schriftliche Gefahrenhinweise und zuverlässige Inhaltsangaben auf allen Verpackungen: Ja.
Suggestive, staatlich verordnete, öffentlich nicht kindgerechte Fotos und Medieninhalte: Nein.


So, nun darf der millitante Zweig der Nichtraucherliga mich steinigen und kreuzigen, vierteilen und zerreissen, teeren und federn. Und ja, ich habe mit Absicht teils provokant formuliert.
Aber bitte bedenkt: Es geht in diesem Text nicht um das Rauchen. Davon ist - sofern ich nach meiner Meinung gefragt werde - laut medizinischer Faktenlage jedem abzuraten und gegenseitige Rücksicht sollte überall im Leben selbstverständlich sein. Aus dem Rest halte ich mich raus, Punkt. Es geht um bewussten Umgang mit Medien und die psychologische Wirkung von Bildern, um politisch diktierte, unterschwellige Beeinflussung, der wir uns und unsere Kinder nicht entziehen können, um die Fragwürdigkeit von Kennzeichnungspflichten und Nicht-Kennzeichnungpflichten der Produkte und unterschiedliche Maßstäbe.


Am Rande bemerkt: In meinen Büchern dürfen vereinzelt Protagonisten oder Protagonistinnen rauchen: Sofern es die Darstellung ihres Charakters unterstreicht und garantiert ohne gesundheitliche Beeinträchtigung für Sie als Leserin oder Leser. Wen das stört, der braucht sie nicht lesen. Allen anderen möchte ich meine etwas eigenwillige, doch optimistische Sicht auf das Leben aber gerne ans Herz legen - alles fließt und immer eine Handbreit Humor zwischen den Zeilen: medienschiff.de

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