Autoren - Osterkalender 2021

Rainer Holzhauser

Willkommen hinter meinem Türchen vom:

3.4.

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Der Osterhase

Heißgeliebt meist von den Kindern,
hoppelt er ganz süß daher,
tat im Frühling überwintern,
und kommt daher von ganz weit her.

Hat ein Körbchen auf dem Rücke,
mit Schokolad und Eiern drin,
tut Jung und Alt, stets neu entzücke,
wenn man ihn sieht, fließt man dahin.

Hat viel Geschichten, schon ertragen,
über sich, und die Bedeutung jetzt,
doch eines, muss man wirklich sagen,
nix hat bis jetzt, den Bursch ersetzt.

Zu aller Zeit, seit Mittelalter,
hüpft der Hase, durch das Gras,
als Kinderfreudenlustgestalter,
Ihr Skeptiker, das ist doch was.

Ob die Bedeutung, jetzt Germanisch,
eher Christlich, Herkunft von dem Brauch,
ob üppig, oder leicht spartanisch,
es erfreut die Kinder, und die Großen auch.

Wir freun uns, auf den Osterhasen,
lachen, ist das Ei entdeckt,
das Horden, Osterhasenblasen,
im Haus und Garten, ham versteckt.

Bewahrt Euch Freud, zu allen Zeiten,
die Seele braucht, Streicheleinheit,
drum kann der Mensch, den Hasen leiden,
und Morgen, ist es schon so weit.


Ostern

Es ist bei uns, schon immer Sitte,
dass in des, Osterwoches-Mitte
Gründonnerstag, so heisst der Tag,
es Spiegelei gab, mit viel Spinat.
Dazu Salzkartoffel, braucht die Welt,
und Du warsch, wieder hergestellt.

Karfreitag, s ́Wetter war meischt mies
gab`s niemols Fleisch, und kaum Gemies.
Nein, es gab Fisch, mit Remoulad,
dazu Kartoffel-Spar-Salat.
Weil kää Dörrfleisch, und kää Worscht
an dem Tag, an de Mensche loscht.

Zwiwwel, Fleeschbrie, Essig, Öl
war do genug, fer doi armi Seel.
Und du im Gedenke, an Jesus Christ,
an dem Tag fascht, verhungert bist.

Der Brauch wurd, immer weiter vererbt,
an dem Tag, wurde Eier gfärbt.
Uffs Brot wurd Käs, nur druffgeschmiert
Eier bemohlt, und dekoriert.

Danoch backt ma, wenn ma des konn,
aus Bisquit noch, ein Osterlamm.
Kää echtes, mir sin doch kää Spinner,
mir esse doch, kää Kläätierkinner.
Und auch des, tut sich vererbe
wege uns, därf nie, ein Lämmche sterbe.

Am Samstag, aß der ganze Trupp
ähn riese Topp, voll Linsesupp.
Und Sonntags, war dann groß in Mode
ähn herrlich, braune Sunndagsbrote.

Nochem Eier suche, schmeisch Disch fort,
gab ́s äh, riese grossi Ostertort.
Aus Buttercreme, mit Bisquitbode
mit Dekokirsche, meischtens rote.
Am Montag, gab ́s danns allerbeste,
vun allem reichlich, nämlich Reste.

So war ́s an Ostern, alle Johr.
Ich hab ́s geliebt, und fand des klor.
Drum wünsch ich Euch, ein riese Nest
zum diesjährige, Osterfest.

Feiert zamme, lad all ein
und loßt Niemand, alleine sein.
Seid zamme glücklich, nutzt die Zeit
macht Euch, eine kleine Freud.
Des wünscht Euch, so wie ich heut Keiner
Schöne Ostern, Euern Rainer!

 


Oder auch nicht

Wenn man Herrliches erlebt hat,
und das Gehirn erstatt Bericht,
gibt es Endorphin wie nie, satt,
oder auch nicht.

Wenn beeindruckt von nem Wesen,
Dich maßgeblich der Hafer sticht,
das kann man im Gesicht nachlesen,
oder auch nicht.

Konntest Du Dich amüsieren,
doch jetzt ruft wieder die Pflicht,
musst Dich wieder konzentrieren,
oder auch nicht.

Liebst Du Deinen Fasnachtsklüngel,
bist auf Treffen sehr erpicht,
bei manch Kontakten leut die Klingel,
oder auch nicht.

Eine eingeschworne Gemeinschaft,
ist für Dich das Lebenslicht,
sicher passt Du auch zu mancher Seilschaft,
oder auch nicht.

Manche haben zwei Gesichter,
und manche sind nicht mehr ganz dicht,
und manche gehen Dir auf den Trichter,
oder auch nicht.

Gut und Böse unterscheiden,
ist des Menschen hehre Pflicht,
doch oftmals kannst Du Beide leiden,
oder auch nicht.

Meistens weisst Du was Dir gut tut,
die Vernunft mahnt zum Verzicht,
verzichte wenn man es mit Mut tut,
oder auch nicht.


 

Isch dät so gern

Isch dät so gern die Welt ohhalte,
hell mache, manipuliere,
Corona an de Hörner halte,
ohschreie und drangsaliere.

Isch dät so gern de Menschheit helfe,
des alte Lewe, neu zu starte,
doch uff de Erd, is fünf vor Zwölfe,
ma därf jetzt, kähn Moment mehr warte.

Isch dät so gern so Manchem sage,
sei künftisch nät so aggresiv,
tu ah mol als die Onnern frage,
sei umgänglich, und nät so primitiv.

Isch dät so gern zur Ordnung rufe,
der Egoismus macht Dich kalt und leer,
mit mehr Menschlichkeit und Wärm versuche,
macht nät so weiter wie bisher.

Isch dät so gern Fehler vermeide,
de Leit erzähle, was laaft krumm,
nät um jeden Hosseknopp mehr streite,
und ehrlich soi, is ähner dumm.

Isch dät Euch gern Erfahrung gebe,
Euch Junge, die ihr am Träume seid,
damit ihr Spaß habt in Euerm Lebe,
ohne Naturvernichtung, Hass und Streit.

Isch dät so gern de Neid verbanne,
die Missgunst und die Rüpelei,
hätt gern, dass Ohstand wär enstanne,
wo fairer Umgang is vorbei.

Isch dät so gern mol Herrgott spiele,
Euch grad zu rücke, wie ́s mol ghört,
bei de Mensche widder Herzblut fühle,
und erlewe, dass sich mol kääner bschwert.



Rainer Holzhauser


Rainer Holzhauser am Mannheimer Wasserturm

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